Cha'luppen. Zinset jahrlich 6 fl. und handelt mit Wolle und Federn. — Elias Lob 1, 28 Jahre alt, Hannele, sein Weib, 25, Isac Elias Sohn 3, Bella, Tochter, IV2 Jahre alt. — Wohnhaft allda 4 Jahr in herrsehaftl. Cha'luppen. Zinset der Obrigkeit 5 fl. Handelt mit Federn, Hadern, ist dabei Fleischhacker. — Isac Polak 22 Jahr alt, Hannele sein Weib 22, wohnhaft in herrsehaftl. Chaluppen und zinset der Obrigkeit 4 fl., handelt mit Hadern, Federn, ist auch ein Fleischhacker. Im J. 1849 lebten in 0. 10 Judenfamilien, von welchen gegenwartig noch die Familie Oskar Rauscher, Kaufmann, ortsansassig ist. Leider sind die Quellen zur Geschichte der Juden von M. und Umgebung nur sparlich. Die meisten Aufzeichnungen sind spurlos verloren gegangen. Deshalb mogen die noch erhaltenen Erinnerungen als alte Uberlieferung fortgefuhrt werden, als ein Stuck der Heimatgeschichte aus vergangenen Zeiten. Geschichte der Juden Dejiny Zidu in Mirowitz und Mirotitz. v Mirovicich a Mirotief cli. Bearbeitet von Jaroslav PolakRokycana, Prag. JP ruher war Mirowitz (c. Mirovice) eine bluhende judische Landgemeinde. Die heute verlassene Synagoge ist ein eigenartiger Bau, der zu Unrecht dem Untergange geweiht ist. Die innere Einrichtung des Bethauses ist sehr schon; der Omed befindet sich nicht an der Ostwand, sondern steht in der Mitte des Saales; fur die Frauen war ein angrenzendes Lokal, welches durch freie Bogenfenster mit dem Mannerabteil verbunden ist, bestimmt. Nur noch an den hohen Feiertagen kommt hier — mit knapper Not — ein Minjan zusammen. Der Vorsteher dieser Ge Judische Schule und Tempel Zpracoval Jaroslav PolakRokycana, Praha. meinde ist Wilhelm F a n 11, Kaufmann in Cim uTe Matrikenfuhrer ist Bedrich Steiner Kaufmann in Mirovice Der Fr 1 edh o f <*« £> meinde Mirovice ist in dem nahen Dorfe MysliJV SSer isfauf der Ostseite einer Berglehne sehr schon gelegen und mit einer soliden Umfassungsmauer versehen. Die alten Grabsteine, deren alteste wohl aus dem 16. Jht. stammen durften, sind im hohen Grase und Gestrauche verborgen. Im oberen Teile werden noch heute die Juden aus den sparlich in der weiten Umgebung zerstreuten Dorfern und Stadtchen begraben. MIROTICE1). Z. o. v Miroticich je asi 250 let stara. Nejstarsi citelny 2) nahrobek je oznacen cislici *I"! = 470 = 1647. Je to prosty napis: „Zde odpociva pani Hendl, dcera pana Lamla z Sedlic, zemrela dne 8. tebet 5407." — Rodina Lamelova je — jak znamo — starousedla prazska rodina! Nejstarsi listinu o koupi zid. hrbitova obec jiz nema, zato je zachovana druha, dodatecna, z r. 1805, V ' niz potvrzuje prodej pozemku miroticky mestan Jan W i n k 1 e r za smluvenou trzni cenu 340 zlatych. Zidovska obec zavazuje se zaplatiti miroticke obci pri pohrbu dospele osoby 40 krejcaru, za dite 20 kr., za cizou osobu 48 kr. k duchodu mestecka Mirotice. Zide smeji si zriditi kolem hrbitova zed a koupe se vteli do pozemkove knihy. * Lobl Kafka — neboli, jak se v ceskych listinach* psal „Kawka" — byl synem Markuse Kafky, ktery se hebrejsky psal T'UN; tyz ziskal si r. 1621 velikych zasluh o mesto Pisek tim, ze on, ktery drive prinalezel co „zemsky Zid" k panstvi boleslavskemu, postoupil nahle k „ochranenemu Zidu mesta Pisku". Tehdejsi hejtman J. M. Angermann sepsal o tom listinu z 6. dubna 1691, ktera je overena kral. hejtmanem prachinskeho kraje Zikm. Ludvikem hr. Trauttmannsdorfem. V listine se potvrzuje, ze „Lobl Kafka Judt" prisel k Angermannovi a duverne mu hlasil, ze se dozvedel o rebelii mezi vojaky. Teto rebelii bylo vcas zabraneno a nekolik hlavnich spiklencu bylo „dessentwegen zum Strick condemniert'. Za tu prokazanou vernost obdrzel Kafka pro sebe a budouci ''sve rodiny onu vysadu, ze byl „recipovan" do mesta Pisku co ,iochraneny Zid".