Albert Lowy Jakob Lederer gerichtet. Nach einem ruhigen Verlauf in der K. G. finden wir in den Jahren 1882/83 einen raschen Wechsel in der Seelsorge und nach Tschassni kam Eduard Ignaz W e i s s, dann Markus Z i c k 1 e r und a'ls letzter Rb. Jakob Beer im J. 1888. Im J. 1886 wurde Albert Lowy zum K. V. gewahlt. Im J. 1889 liegt, wie auch ofters spater, ein Ansuchen des Turnvereines K. um Uberlassung des Tempelplatzes vor, welches immer unentgeltlich bewilligt wurde. Die Mitgliederzahl betrug damals 18 Familien, davon 8 Auswartige. Die K. G. Katzengrun sollte nach Falkenau eingesprengelt werden, auf das Einschreiten der Konigberger K. G. blieb aber der alte Zustand aufrecht. Das Ansuchen der Falkenauer K. G., dass der hiesige Funktionar die rituelle Schlachtung in Kir c he nbi r k, ebenso den Religionsunterricht provisorisch dort erteilen moge, wird genehmigt. Wie im J. 1840 unter Pfarrer Dorant, so wurde auch im antisemitischen Jahre 1897 von der Stadtgemeinde die Schliessung des Friedhofes versucht. Der Prozess daurte 2 Jahre und wurde zu Gunsten der K. G. entschieden. Der Friedhof steht heute unter Denkmalschutz. Im J. 1896 wurden von der Statthalterei die Statuten genehmigt. Zum Sprengel der K. G. Konigsberg gehorten: Dassnitz, Konigsberg, Katzengrun, Liebau, Maria Kulm, Mulln, Pochlowitz, Schonbrun, Schaben, Steinhof, Kogerau mit Liebauthal und Teufelstnuhle. Im J. 1911 hatte Alois Low den Friedhof herrichten lassen und ein neues eisernes Friedhoftor gesipendet. Die Gemeinde hatte durch den K. V. Albert Lowy und Josef V o g 1 den zur Kur in Ischl weilenden Alois Low eine Ehrung in Form einer Urkunde uberreichen lassen. Im J. 1912 hatte Liebauthal, das zur Konigsberger K. G. gehorte, einen Aufruhr wegen eines angeblichen Ritualmordes. Durch die Worte des Pfarrers S e i t z aus K. wurde die Bevolkerung wieder beruhigt. Das Kriegsjahr 1914 bringt galizische Fluchtlinge in den hiesigen Kultusgemeindesprengel. Dieselben wurden in Katzengrun und spater auch in Pochlowitz untergebracht. Sie wurden von der Gemeinde mit Wasche, Kleidern, Kochgeschirr und Geld unterstutzt. Im J. 1920 wurde der Antrag der Stadt K. wegen eines Grundtausches beim chrisri. Friedhofe abgelehnt. Unser letzter allseits beliebter Rb. Jakob Beer starb im J. 1925. Wegen zui geringer Mitgliederzahl, aber auch aus finanziellen Grunden wurde die Stelle nicht mehr besetzt. Der Religionsunterricht wird nun von Oberkantor Armin Wilkowitsch, Eger, besorgt. Im J. 1930 wurde durch die Bezirkshauptmannschaft Falkenau uber Antrag des Landesverbandes der Judenschaft Bohmens die K. G. Konigsberg aufgelost. Gegen diesen Antrag wurde Stellung genommen und schliesslich einigte man sich fur den Anschluss an die K. G. Eger. Bei der im J. 1931 stattgefundenen Verhandlung in Anwesenheit der Vertreter der Egerer K. G. wurde im Falle einer Auflosung der Konigsberger K. G. und den Anschluss an die Egerer Gemeinde vereinbart, dass die Gemeinde Eger samtlichen Besitz ubernimmt, sich dagegen verpflichtet, 2 Mitglieder im Vorstande und 1 Mitglied in den verstarkten Vorstand der K. G. Eger aufzunehmen. Weiter verpflichtet sich die Gemeinde Eger, die Tempelgerate in K. zu belassen und fur den Religionsunterricht und etwaige Funktionen der Seelsorge Sorge zu tragen. Laut Erfass der Landesbehorde in Prag vom 13. Dezember 1931 wurde die Auflosung der K. G. Konigsberg und deren Anschluss an die K. G. in Eger angeordnet. Die Matriken der hiesigen K. G. ubergab Karl Lederer am 21. Feber 1932 an die K. G. in Eger. Am 4. Feber 1932 wurde die letzte Kultusgemeindesitzung abgehalten, in der Albert L o w y sein Vorsteheramt niederfegte, das er durch 45 Jahre ausubte. Ihm sei auch an dieser Stelle fur seine grossen Verdienste herzlichster Dank ausgesprochen. Bei der am 20. Noivember 1932 stattgefundenen Ubergabe des Gemeindewesens der K. G. Konigsberg an die K. G. Eger waren seitens K. als Vorsitzender Albert Lowy, ferner Richard Adler, Max Lowy, Car1! L e d e r e r, Rudolf Pick und Richard F e i g 1, seitens der K. G. Eger Eduard Lowy, Ernst Schick, N. Fiedler, Artur Adler und Dr. Otto R e i c h 1 anwesend. So schliesst die Geschichte einer alten Gemeinde mit dem Troste an eine Gemeinde angeschlossen zu sein, mit der sie schon seit dem 14. Jht. in regem Verkehr gestanden hat. fyniperk n./O. 5 318 Von bedeutenden judischen Personlichkeiten, die aus K. stammen, waren zu nennen: Ignatz A us t e rl i t z,~geb. 1797, Musikdirektor in Prag, Emanuel Gottlieb, geb. 1800, Grunder der Konigsberger MobelIndustrie, Heinrich L e d e r e r, geb. 1834, Einsenbahningenieur, Josef H o f n e r, geb. 1836, Stadtarzt in Wildstein, Wilhelm H o f n e r, geb. 1839, Med. Dr. in Wien, David H o f n e r, geb. 1852, JUDr., Oberlandesgerichtsrat, Moritz Hofner, geb. 1853, JUDr., Oberlandesgerichtsrat, Dr. Max L ow y, geb. 1857, Chemiker, Alois Low, geb. 1858, Grossindustrieller, Kommerzialrat, Hugo Adler, geb. 1867, Med. Dr., Otto Lowy, geb. 1879, JUDr., Advokat, Bohm.Leipa, Hugo Adler, geb. 1885, Ingenieur f. Bodenkultur, Fritz L e d e r e r, geb. 1885, ak. Maler und Radierer, Oskar H o f n e r, Med. Dr. und Sigmund Klauber, OberRechnungsrat in Prag. .. [ Konigsberg 5 Dejiny Zidu v Mestci Kralove. Zpracoval Jaroslav PolakRokycana. Praha. Ziid. nab. obec v Mestci Kralove utvorila se z 36 politickych obci soudniho okresu kralovemestskeho, z nichz — aznaCineves —, nebyla predtim zadna samostatnou naboz. obci. V Cinevsi same byla zidi. o. od nepametnych dob a zanikla teprve r. 1918, kdy byla pripojena k zid. nab. obci kralovemestske. V Kralovem Mestci schazivala se drive zid. o. poruznu v male (dosud existujici) modlitebne, avsak za starostenstvi Emanuela Kleina (v 1. 1902—1925) postavila si obec nadhernou synagogu, ktera slouzi k ozdobe mesta a ke cti zid. nab. obce. Zahy se utvorivsi spolek Chewrakadisa zakoupil tez prostorny hrbitov, ktery je pro cely okres centralnim pohrebistem vsech israelitu. Druhym starostou (v 1. 1927—1929) byl Daniel Langweil a od te doby je starostou obce Moric Polak, obchodnik v Mestci Kralove a Josef Stransky, ktery je dlouha leta mistostarostou. Obec vydrzovala drive zid. nab. skolu, na niz pusobila velika rada rabinu a ucitelu. Tak zde pusobil nekolik let rb. M. Weil z Podebrad a naposledy — do r. 1907 — rb. J. Lowy; pote zastaval tu funkci rb. Adolf M e1 i o n z Noveho Bydzova do sveho skonu r. 1929. Od tech dob je misto rabina pro nepatrnost obce neobsazeno. Pisemnosti obce, .vyrizuje svedomite po radu let obchodnik Max Leder er v Mestci Kralove. R. 1894 byla ona nem. zid. skola zrusena. Vysla z ni velika rada vehlasnych muzu: spisovatel MUDr. Adolf LipaBey, odborny lekar a prvni konsul ceskoslovensky v Egypte, plukovnik Rudolf Lipa, drive v minist, valky ve Vidni, nyni MNO. v Praze, Emanuel Klein, dlouholety starosta zid. obce a clen mestske rady, znamy lidumil, vseobecne vazeny, rovnez i Daniel Langweil, tovarnik zbozi perletarskeho a galalitoveho a j. v. Matrika zidovska vykazuje v starsich dobach jiste mezery, avsak od r. 1918 je vzorne vedena. Protoze zde knihy zid. matriky byly zavedeny jiz po vydani josefinskeho ediktu, nejsou na farnim urade zadne zid. zapisy; take se nam nedochovaly zadne starsi listiny o zid. dejinach z teto obce. Kralove Mestec mel totiz sve katastrofy, z nichz nejtezsi jej postihla r. 1792, kdy cele mesto lehlo popelem. Proto se take" nedochovalo valne listin z dejin mesta Kral. Mestce. V mestskem museu byl ulozen archiv ze zamku dymokurskeho, ktery nalezel drive hrabatum Czerninovym a ktery byl r. 1918 zabaven. Spravcem mestskeho musea je ridici ucitel v. v. Josef Mladejovsky, kronikarem mesta je odb. ucitel Karel Trojan v Mestci Kral., autor knihy „Kronika mesta Kral. Mestce"; jemu vdecime za podrobne informace, jichz jsme zde pouzili. V Kral. Mestci je — po zpusobu temer vsech obci v Cechach —, tez dustojny pamatnik se jmeny padlych vojinu v bojich za osvobozeni vlasti. Na pomniku cteme m. j. i jmena tri zdejsich zid. vojinu: Emanuel Klein ml., Karel Stransky a Rud. Hlavac. Cest jejich pamatce! 319 Meitec Kralove i