venstva a Ch. K. sveho pr. Prislusnici nasi obce zachovaji mu zajiste cestnou pamatku. V poslednich dnech cervna 1916 prijelo zase 297 uprchliku do okresu humpoleckeho a nastala nutnost, by se souverci techto ujali. R. 1918 zapocato s navratem uprchliku do Halice a Bukoviny, jichz pobyt, v celkovem poctu 724 osob, se staval stale nesnesitelnejsim, nebot valecnymi pomery se potravin nedostavalo a 9. kvetna 1918 opustili posledni uprchlici mesto a okres. Dne 28. rijna 1918 vyhlasen v Praze' za jasotu tisicu a tisicu samostatny a volny stat ceskoslovensky a tim padla porota naroda ceskeho, 300 let trvajici. V H. oslaven tento vyznamny akt teprve dne 29. rijna za povznesene radostne nalady veskereho obyvatelstva. Z. o. konala ria oslavu statu ceskoslovenskeho slavnostni bohosluzby dne 7. listopadu 1918, predtim jiz dne 2. listopadu slavnostni schuzi predstavenstva, ve ktere pr, p. dr Lederer vzletnou reci .naznacil vyznam statniho prevratu a vyslovil nadeji, ze i pro Zidy nastane lepsi budoucnost. V teze . schuzi venovalo predstavenstvo pro vdovy a sirotky po cs. legionarich 400 K. Skoncena valka a nastale primeri zavdaly p. starostovi podnet, vzpomenouti obeti ze stredu nasi z. o., a sice jsou to panove: Arnost Kraus, MUC. Leo Haller, J. Muller z H., J. Freund ze Zeliva, Hugo Pollak z Kejzlice, J. Bauer a G. Gluckner z Heralee a J. Bondy z Lipnice. ; Pamatka jejich uctena byla zapisem do protokolu a povstanim clenu predstavenstva se svych mist. Dne 11. ledna 1920 vykonany nove volby, z nichz opetne vysel jako pr. p. JUDr. 2. L e dere r. V unoru 1.922 resignoval p. dr. Lederer a kdyz vzdor veskeremu usili na teto resignaci trval, zvolen 4. brezna 1922 pr. Adolf Brock, namestkem p. JUDr. Otto Pos a mentir. Tehoz r. provedena byla oprava synagogy a hrbi tova spolecnou praci s ch. k, nakladem asi 13.000 Kc. ktere opatreny byly sbirkou mezi cleristvejn obce a mezi rodaky v cizine zijicimi konanouv Dne 26. listopadu 1922 konany nove volby, % kterych vysel jako pr. p. dr. Otto Posament i r, jako namestek p. Zibrid Z a j t s c h ek. R. 1923 prinesl nasi obci chodnik u synagogy, ktery zridilo mesto H. na svuj naklad za castecneho prispevku z. o. Dne 12. prosince 1923 skonal p, rb. M. Jedlinsky (4. Tebet 5684) a pohrben byl dne 16. prosince t, r. na mistnim hrbitove. Jiz v predeslem roce nastal znacny pokles navstev bohosluzeb, ktery se cim dale, tim vice stupnoval. Priciny toho zjevu; jsou ruzne. Stari clenove vetsinou odesli na vecnost a nastupci jejich a dorost o navstevu synagogy nedbaji, ponevadz vetsina pro neznalost hebrejskeho cteni nemuze modlitbu sledovati. Zde se nejlip prokazuje, kam vede ztrnulost a zaostalost v nabozenstvi, jedine reforma zidovskeho vyznani a moderni bohosluzby jazykem narodnim, zde tedy ceskym, muze zjednati zadouci napravu. Dne 1. cervence 1924 nastoupil urad rb. p. Benedikt ¥ e d e 1 e s. ' Byvaly pr. p, dr, Zibrid Lederer skonal dne 5, zari 1924 (6. Elul 5684) a byl pohrben dne 7. zari na zdejsim hrbitove; se strany predstavenstva nepronesl nikdo ani slovem posledni pozdrav zaslouzilemu pr., ktery od 27. cervence 1902 do 4. brezna 1922 poctive a nezistne obec spravoval. Dne 3. ledna 1926 konane volby neprinesly zadnou znacnou zmenu v predstavenstvu a pr. zase zvolen dr. Otto Posamentir. Pocet clenstva stale klesa, cimz ovsem prispevky clenu stoupaji a obec, aby uhajila potrebu pravidelnou, musi zadati jak clenstvo, tak i humpolecke krajany v cizine zijici o dobrovolne prispevky. Stav pro budoucnost je smutny a neudrzitelny. WindigJenikaii. Vetrny Jenikov. Der Marktflecken WindigJenikau, zum .politischen Bezirke Humpolec gehorig, liegt ungefahr auf dem halben Weg zwischen Humpolec und Iglau. Der Ort erreichte im vorigen Jahrhundert eine Einwohnerzahl von etwa 1000 Seelen, zahlt aber heute bloss etwas uber 800 Einwohner. Eine judische Gemeinde existiert hier nicht. Bereits um das Jahr 1870 lebten im Orte nur noch 4 judische Familien; um die Jahrhundertwende hatte die letzte judische Familie WindigJenikau verlassen, Als letzter Rest der ehemaligen judischen Bevolkerung lebte hier noch bis zum J. 1920 ein Arzt judischer Abstammung. Ihm hinter den wenigen Hausern der Ortschaft liegt hinter einer halbverfallenen Muhle der von hohen, dichten Baumen uberschattete judische Friedhof. Nur selten einmal kommt jemand aus der Umgebung, um die Graber seiner Ahnen zu besuchen. So droht dem, von einer kaum 1 Meter hohen, teilweise bereits eingesturzten Mauer umgebenen, idyllisch gelegenen Friedhofe langsamer, aber sicherer Verfall. Der Friedhof, dessen Graber bis an die Wende des 17. Jht, zuruckreichen, bietet mit. seinen alten, von hohem Gras uberwucherten Grabhugeln, die nirgends mit stilwidrigem Blumenschmuck versehen sind, ein einheitliches, ungemein reizvolles Bild. ; Dr. Karl Blan, Trautenau. . Humpolec 4 196 Geschichte der Juden in Jechnitz. Bearbeitet von Rb. S. Lowi, Jechnitz. Jechnitz (c. Jesenice) ist eine Bezirksstadt in der Hauptmannschaft Podersam, Bohmen, hat zirka '260 Nummern und zirka 1400 Einwohner. Jetzt wohnen hier 15 jud. Familien. Fruher waren hier mehrere Familien ansassig, aber in den letzten Jahren hat sich die Zahl der Familien teils durch Ableben der Familienhaupter, teils durch Hinwegziehen in grossere Stadte vermindert. Uber die Entstehung der hiesigen K. G. ist Nachstehendes bekannt: Bis zum J. 1850 wohnte in J. kein Jude, obzwar die Juden der umliegenden Ortschaften stets zu Anfang jeder Woche nach J. kamen und dort ihre Geschafte erledigten. Ruhmend verdient hervorgehoben zu werden, dass diese Geschaftsleute in J. im Gasthause „Zum grunen Baum." bei der sehr liberalen Familie Heidi er eine Heimstatte fanden, wo sie sich wahrend der ganzen Woche aufhalten konnten, um dann vor Beginn des Sabbates wieder zu ihren Familien zuruckzukehren. Im J. 1870 kaufte Lazar Kohn ein Hauschen in J. Nr. 92, wo er einen Handel mit Federn und Rohleder betrieb. Nun war der Bann gebrochen. Im Laufe der Jahre zogen mehrere jud. Familien nach J. Die nachste jud. K. G. war Petersburg, wo die Juden auch aus J. dem Gottesdienst beiwohnen konnten. Bald aber war die Zahl der jud. Bevolkerung derart angewachsen, dass sie selbst eine Stube mieteten, wo sie ihren Gottesdienst abhalten konnten, obzwar trotzdem einige noch den Gottesdienst in Petersburg besuchten. Es wurde hier ein Religionslehrer angestellt, der die Funktionen in der Betstube und in der Privatschule zu besorgen hatte. Ende der 70 er Jahre war die Zahl der Juden bereits auf zirka 70 Familien einschliesslich jener Juden gestiegen, die in; den benachbarten Ortschaften wohnten und gerne ihr Scherflein zu den Bedurfnissen der Gemeinde beitrugen. Zu dieser Zeit erwarb die Gemeinde hier das Haus Nr. 191 und so ubersiedelte die Synagoge in ein eigenes Heim, wo ein grosses Zimmer Rb. Josef Neu Rb. Sal. Lowy als Synagoge eingerichtet wurde. Iin J. 1893 wurde bei der Konstituierung der Gemeinden in Bohmen Jechnitz als K. G. bestatigt. Der erste Rb. war Eduard Schulhof, dann folgten verschiedene Namen. Mein Vorganger war Josef Neu (1901—1908). Ich bin seit 1908 bis heute hier im Amte. Als Mitbegrun5er der Gemeinde nenne ich Jakob K a u d e r s. Zur Zeit der Konstituierung war JUDr. Filipp Schnei d e r K. V., als dieser nach Budweis zog, MUDr. Hugo Kohn und dann JUDr. Moritz Kohn. Nach dessen Ableben im J. 1923 ubernahm Herr Josef Ab e 1 e s, Kaufmann in J., das Amt des K. V. welches er heute noch verwaltet. Seit einer Reihe von Jahren ist er Nathan Lowy: Dr. Moritz' Kohn Dr. Hugo Kohn Josef Ábeles auch Mitglied der Stadtvertretung. Der Energie unseres K. V. ist es zu verdanken, dass in finanzieller Beziehung Ordnung in ' der Gemeinde herrscht und das Haus, welches mit sparlichen Mitteln angekauft wurde, heute schuldenfreies Eigentum der Gemeinde ist. Besonders ruhmend ist hervorzuheben, dass durch K. V. Ábeles eine Sammlung von Spenden zur Re. novierung unseres Gotteshauses eingeleitet wurde, so dass es jetzt einen sehr erfreulichen5'Anblick bietet. Allen Spendern, besonders dem Herrn K. V. gebuhrt der Dank der Gemeindemitglieder. Wahrend die verstorbenen Gemeindemitglieder fruher ihre Ruhestatte auf dem israeL Friedhofe inDereisen fanden, befindet sich jetzt auf dem neuen Kommunalfriedhofe in J. eine Abteilung fur Juden. Laut der behordlichen Abgrenzung gehoren' zum Sprengel dier K. G. Jechnitz 20 Gemeinden. In vielen Gemeinden wohnen keine Juden und die' andern zahlen wohl ihre Kultusbeitrage, kommen sonst aber mit der K. G. selten in Beruhrung. Wahrend fruher in den Ortschaften P etersburg und S c h e 1 e s der Religionsunterricht von den jeweiligen Rb. erteilt wurde, findet ,det Unterricht bloss in der Schule in J. statt, da sowohl in Petersburg als auch in Scheles keine Schuler mehr vorhanden sind.