Jfred r. JLooo dopousteli se nekteri. Zide podvodu a kradezi stribra ve stoupach a tavimach. pribramskych, kteryzto podvod byl r. 1866 odhalen a novinami rozhlasen, a tak nezvedena mladez vsude na Zidy pokrikovala: „Stribro! Pribram!" — Podobne pokrikovani dalo se i u nas, a tu nektery zloinyslnik napsal Zidum vyhruzny, list, ze se o svatcich yelikonocnich, ktere t. c. spadaly se svatky krestanskymi spolecne, na ne pujde. Z. o., zastoupena starostou Jakubem Koilinrem, oznamila pripad ten hned na hejtmanstvi, zadajic o nalezitou ochranu. Hejtmanstvi naridilo obec. uradu v Budyni, aby ucinil nalezite opatreni. Ponevadz tu t. c. nebylo jeste cetnictva, vyzadala si obecni sprava u velitelstvi v Terezine 10 muzu vojska. Obci zidovske zdala se tato ochrana prilis mala, a tak si vymohla na hejtmanstvi a v Terezine posadku hned celych 100 muzu myslivcu. Nasi obec stal ten zert 97 zl. Obec zid. mela hraditi 120 zl., avsak nechteli platiti, zadajice mest. obec, aby tento obnos sama zaplatila. Ponevadz pak nase obec o tak veliky pocet vojska nezadala, a Zide na .svuj vrub si ho sami povolali, odeprela mest. obec naklad ten uhraditi, odkazavsi ho k zapraveni obci zidovske. A tak chtej nechtej musila obec zidovska peniz ten ze sveho hraditi. Ovsem, ze se pak na Zidy vice neslo, a vylohy na vojsko byly zbytecny. Dnes tu zije jiz jen 15 rodin zid., a to: Josef Berman s manzelkou, striz, obchod, Joachim Koralek s dcerou, obchod dobytkem, Filip Steiner s zenou, obchod dobytkem, MUDr. Bedrich Freudenfels, doktor, vdovec, Viktor Pick s zenou, drobny obchod, Matylda Ohrensteinova, vdova, Josef Brumlik, drobny obchod, Julius Gellner s manzelkou a syn Artur, kolon, obchod a hnojivy, Otto Reich s zenou a ditkem, kolon, obchod, vdova Terezie Katz s dcerou Idou, vdovou, Ludvik Polak, vdovec, podom. obchod, kostelnik, Herman Neuman^ lakyrnik, s zenou a synem zenatym, Berlold Goldmann, rolnik, s manzelkou a rodinou, ale chysta se k odchodu. 90 Budin 13 Geschichte der Juden in Chiesch. Bearbeitet von Johann Stockt, Chiesch, Als alteste Quelle fur die Geschichte der Juden in Chiesch (c. Chyse) gelten die Inschriften auf den Grabmalern im alten Judenfriedhof. Der Grabstein fur Esther Schnurdreher, geb. Lucka aus Prag (1657), wird als altester bezeichnet. Ein Grossteil der Steine ist isehr verwittert und wohl nicht mehr zu entziffern. I. J. 1679 erfolgt die erste schriftliche Erwahnung der Juden in Ch. in einem Schatzungsprotokolle, betr. der Chiescher Herrschaft, laut dessen die Juden einen Schutzzins an die Herrschaft zu entrichten hatten: Jakob mit .seinem Sohne jahrlich 20 fl, Moses 3 fl 30 x, Kapl 3 fl 30 x, David Schneider 4 fl 30 x, Liebermann 3 fl 30 x, David, Samuel und Jakob zusammen 39 Schock. Bei der erst spater erfolgten Annalune von Zunamen wurde auch „Kisch" verwendet und kommt heule noch als solcher vor. Abraham Kisch, ein beruhmter Arzt in Prag, starb 1763. Tempei In den vorhandenen Ch. Ratsprotokollen, beginnend von 1760, geschieht der Juden ofter Erwahnung, insbesondere wegen Streitigkeiten mit den Burgern um das Recht zum Brannlweinbrennen und zum Ausschank oder wegen Ankaufs von Grund und Boden ausserhalb der „Judenstadt", was die Burger als ihren Privilegien widersprechend nicht genehmigten. Die Juden hatten von der Herrschaft die Hauser Nr. 220 bis 224, spater auch Nr. 225 bis 229, dann 91, 100 und 101 zugewiesen, die ausser den 3 letzten rings um den alten holzernen Tempel lagen. Seit 1848 besteht der jetzige gemauerte Tempel. Ili einem Raume desselben bestand bis 1870 eine Judenschule, die sehr fleissig besucht war. I. J. 1912 wurde der Tempel renoviert, wahrend des Weltkrieges waren dort galizische Fluchtlinge untergebracht. Die judischen Matriken, mit 1788 beginnend, erliegen beim Pfarramte Ch. Die Zahl der Juden in Ch. betrag: Im J. 1870: 135, 1880: 107, 1890: 78, 1900: 54, 1910: 35, 1921: 20. Bis 1893 bildete Ch. eine selbstandige K. G., in welchem Jahre die Vereinigung mit den ubrigen K. G. des politischen Bezirkes L uditz erfolgte; seither gehort Ch. zur K. G, Luditz, woselbst seit 1896 auch die Matriken gefuhrt werden. oritz Kupfe, Bernhard Fischer Die Zweiggemeinde Ch. besitzt das Haus Nr. 224 neben dem Tempel, welches vermietet ist. Neben der K. G. besteht in Ch. eine Ch. K., derzeit Vorsteher Herr David K o h n. Das vorhandene Rech Tempel (Innenansicht] t nungsbuch der Ch. K. stammt aus d. J. 1858 und ist bis 1871 gefuhrt. Der bestehende neue Friedhof wurde im Jahre 1883 errichtet. Endlich sei der Name des menschenfreundlichen Herrn Moritz Kupfer genannt, der i. J. 1869 beim